Aktuelle Publikationen

Die Zukunft des europäischen Projekts

Auf dem EU-Gipfel am 16. September in Bratislava wollen die 27 Staats- und Regierungschefs vor allem zeigen, dass die EU auch nach dem britischen Referendum vereint in die Zukunft blickt. Thierry Chopin und Jean-François Jamet stellen dar, wie ehemals einigende Faktoren verloren gingen, aber auch, wie sich das europäische Projekt erneuern ließe.

Thierry Chopin und Jean-François Jamet: Die Zukunft des europäischen Projekts, DGAPanalyse Nr. 8, 2016.

Die deutsche Agrarwirtschaft: Strukturen im Wandel

Das Bild der deutschen Landwirtschaft wird durch regional unterschiedliche Strukturen bestimmt, die sich in einem Wandlungsprozess befinden. Der rasante Strukturwandel wird vor allem in der Tierhaltung sichtbar. Die Produktion ist im vergangenen Jahrzehnt durch zunehmende Intensivierung deutlich gewachsen mit zugleich schrumpfenden Beschäftigtenzahlen. Stark gestiegene Bodenpreise sind u.a. Ausdruck dieser Wachstumsphase. Die Situation hat sich aktuell komplett geändert. Es sind massive Einkommensrückgänge zu beobachten hervorgerufen durch niedrige Erzeugerpreise.

Theodor Fock: Die deutsche Agrarwirtschaft: Strukturen im Wandel, Notes du Cerfa n°132, September 2016.

Weitere Publikationen des Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs finden Sie hier.

 

Fortsetzung in der Hansestadt Lübeck: zweites Seminar des Jahrgangs 2016

Gleich zweimal war Frankreich 2015 Zielscheibe des islamistischen Terrorismus. Doch was bedeutet dies für die Außenpolitik Deutschlands und Frankreichs? Und wie kann die Gesellschaft selbst damit umgehen, dass sich auch mitten in Europa Menschen radikalisieren? Diese Thematik bildete den inhaltlichen Schwerpunkt des zweiten Seminars des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs 2015.

Neben den sicherheitspolitischen Konsequenzen wie der Diskussion über ein stärkeres deutsches Engagement an der Seite Frankreichs in Syrien zur Bekämpfung des „Islamischen Staats“ konnten sich die Teilnehmer auch mit verschiedenen Experten darüber austauschen, mit welchen Maßnahmen die religiöse Radikalisierung in Deutschland und Frankreich bekämpft werden kann. Außerdem führte die Gruppe einen Foresight-Workshop zum Thema „Jugendarbeitslosigkeit in der EU“ fort, den sie bereits beim ersten Seminar in Dijon begonnen hat.

Bei einer Fahrradtour rund um Lübecks Altstadt konnte der aktuelle Jahrgang die Ehemaligen des Projekts kennenlernen, die sich zeitgleich zu ihrer jährlichen Sitzung des Alumnivereins ADAFA in der Hansestadt trafen.

 

Was wäre wenn...? Der Deutsch-Französische Zukunftsdialog entwirft ein Bild der EU im Jahr 2025 - mit dem Vereinigten Königreich als Mitglied

Der thematische Schwerpunkt des letzten Seminars in Bradford, mit Unterstützung von zehn britischen Teilnehmern, war die Zukunft der EU angesichts eines möglichen „Brexit“, eines Austritts Großbritanniens aus der EU. Anhand der Foresight-Methode entwickelten die Teilnehmer eine Vision, wie die EU 2025 aussehen könnte.

Nach intensiver Debatte entschieden sich die Seminarteilnehmer für die Vision einer EU im Jahre 2025, in der das Vereinigte Königreich auch nach dem Brexit-Referendum Mitglied ist. Durch den Ansatz des Visioning näherten sich die Teilnehmer der Frage, wie die Union 2025 aussehen könnte, und legten folgende Kernthemen zur Bearbeitung fest: Demokratie, Mitgliedschaft, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Finanzen und Wirtschaft, Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Nachhaltigkeit und Mobilität. Die für jedes Kernthema festgelegten Ziele fanden Ausdruck in Zeitungsschlagzeilen, wie „EU-Bürger dürfen in der gesamten Union wählen – unabhängig vom Wohnsitz“. Mithilfe des sogenannten Road-Mapping wurden anschließend Schritte festgelegt, um das gesetzte Ziel im Jahr 2025 zu erreichen.

Der Bericht ist Ergebnis eines Workshops im Rahmen des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs, einem Programm für junge Nachwuchskräfte aus Deutschland und Frankreich, organisiert durch die DGAP, das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) des Institut français des relations internationales (Ifri) und in Zusammenarbeit und mit der Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.

Eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise und alle Ergebnisse sind hier auf Englisch und hier auf Deutsch nachzulesen.

Wahlabend mit dem Deutsch-französischen Zukunftsdialog

Frankreich hat gewählt: Trotz enormen Erfolgs im ersten Wahlgang der Regionalwahlen konnte der Front National keine Region gewinnen.

Doch was bedeutet dieses Ergebnis für die deutsch-französischen Beziehungen und die europäische Integration? Wie wird sich die politische Kultur Frankreichs ändern in einem System mit nun drei führenden Parteien? Und welche Rolle kommt den etablierten Parteien beim Umgang mit Rechtspopulisten zu?

Gemeinsam mit Sabine Ruß-Sattar, Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft in Kassel und Associate Fellow in der DGAP, diskutierten Alumni des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs aktuelle Fragen zur französischen Regionalwahl und verfolgten live die Übertragung der Ergebnisse. Sébastien Vannier, Journalist und Alumnus des Zukunftsdialogs moderierte die Veranstaltung.