Auftaktseminar des fünften Jahrgangs des
Deutsch-französischen Zukunftsdialogs

Superwahljahr in Deutschland und Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich, die Politik der beiden Nachbarstaaten im arabischen Raum, gegenüber der Türkei oder dem aufstrebenden BRIC-Staat Indien, französische G20-Präsidentschaft und deutsch-französische Initiativen in der EU-Haushaltspolitik – die Themen des „Deutsch-französischen Zukunftsdialogs 2011“ behandeln eine Vielfalt unterschiedlicher Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen sowie der Europapolitik Deutschlands und Frankreichs. Zum Auftaktseminar des fünften Jahrgangs des Projekts kamen vom 8. bis 10. April 2011 zwanzig Berufseinsteiger und Doktoranden aus Deutschland und Frankreich in Lyon zusammen. Neben einer Vorstellung der Robert Bosch Stiftung durch Irene Weinz, Projektleiterin im Bereich Völkerverständigung Westeuropa, Amerika, Türkei, Japan, Indien, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit Ricardo Figueira vom Sender Euronews den Aufstieg der Partei „Front national“ in Frankreich und die Möglichkeiten der Behandlung eines nationalen Themas durch europäische Medien. Außerdem näherten sie sich im Rahmen eines Kochkurses der berühmten Küche Lyons an.

Der Deutsch-französische Zukunftsdialog, der gemeinsam von der DGAP, dem Institut français des relations internationales und der Robert Bosch Stiftung organisiert wird, führt jährlich 20 Nachwuchskräfte aus Deutschland und Frankreich zusammen, die im Austausch mit Experten neue Lösungsansätze deutscher, französischer und europäischer Politik diskutieren. 

Seminarprogramm

Zweites Jahresseminar des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs

Lässt sich das französische Parteiensystem ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl mit der deutschen Parteienlandschaft vergleichen? Welche Debatten führen Deutschland und Frankreich im Vorfeld der anstehenden EU-Agrarreform und angesichts der Krise der europäischen Gemeinschaftswährung? Und ist in beiden Ländern gleichermaßen das Phänomen einer schwindenden Mittelschicht zu beobachten? Nach einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Deutschland, Frankreich und der tunesische Frühling“ widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs in kleinem Kreis gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis diesen und anderen aktuellen Fragen der deutsch-französischen Beziehungen. Ergänzt wurden die Panel-Diskussionen dieses zweiten Seminars des Projektjahres 2011, dass vom 7. bis 9. Juli in Berlin stattfand, durch einen Austausch mit dem französischen Botschafter Maurice Gourdault-Montagne, einen Besuch in der französischen Botschaft am Pariser Platz sowie eine Talkrunde im Theaterhaus Mitte über Leben und Arbeiten der „Franzosen in Berlin“.

Seminarprogramm

Drittes Jahresseminar des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs

Wie kooperieren Deutschland und Frankreich im Rahmen der französischen G20-Präsidentschaft im Jahr 2011? Wie verändert sich die strategische Kultur der beiden Nachbarstaaten angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen? Welche deutsch-französischen Abstimmungsprozesse begleiten die Verhandlungen zum neuen EU-Finanzrahmen? Und wie positionieren sich Deutschland und Frankreich gegenüber der „neuen Türkei“ und der aufstrebenden Weltmacht Indien? Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmer des Deutsch-französischen Zukunftsdialogs auseinander. Das dritte Seminar des Jahrgangs 2011 fand vom 13. bis 16. Oktober in Paris statt.

Im Rahmen einer Führung durch das „Paris arabe“ und der Besichtigung der Großen Moschee griffen die Teilnehmer auch das Thema Arabischer Frühling auf, das bereits während des zweiten Seminars Gegenstand einer Podiumsdiskussion gewesen war. Bei einer Lesung mit anschließender Diskussion mit dem tunesischen Schriftsteller Tahar Bekri konnte die Teilnehmergruppe das Thema weiter vertieften. An das Seminar schloss sich das diesjährige Alumni-Treffen des Projekts an.

Der Deutsch-französische Zukunftsdialog, der gemeinsam von der DGAP, dem Institut français des relations internationales und der Robert Bosch Stiftung organisiert wird, führt jährlich 20 Nachwuchsführungskräfte aus Deutschland und Frankreich zusammen, die im Austausch mit Experten neue Lösungsansätze deutscher, französischer und europäischer Politik diskutieren.

Seminarprogramm