Deutsch-französischer Zukunftsdialog

Call for applications 2019

Europäische Identität(en)

Tiefe Spaltungen durchziehen Europa. Sie zeigen sich nicht nur auf politischer Ebene – durch den Austritt Großbritanniens aus der EU oder die lautstarken Verfechter nationaler Souveränität –, sondern auch durch die wachsende Abwendung vieler Menschen von europäischer Politik. Was hält uns zusammen, während Misstrauen und Enttäuschung den öffentlichen Diskurs prägen? Im Jahr der Wahlen zum Europäischen Parlament 2019 wollen wir die Hintergründe für diese Haltungen besser verstehen. Darüber hinaus möchten wir gemeinsam innovative Lösungen suchen, um das Bewusstsein für europäische Identität(en) zu stärken. Der Deutsch-Französische Zukunftsdialog dient dabei als Plattform, die Wissen, Kreativität und Vielfalt bündelt und verbreitet.

Die TeilnehmerInnen nehmen an drei Seminaren in Deutschland, Frankreich und Rumänien teil. Während des ersten Seminars führen inhaltlicher Input von ExpertInnen und interaktive Workshops in das Thema des Jahrgangs ein. Die TeilnehmerInnen bereiten außerdem in binationalen Arbeitsgruppen ein Treffen mit Akteuren der Zivilgesellschaft vor, das zwischen dem ersten und dritten Seminar stattfindet. Dieses Treffen ist wesentlicher Bestandteil des Programms. In Rumänien werden ausgewählte Initiativen der Zivilgesellschaft getroffen, die im Bereich Identität und Demokratie innovative Lösungsansätze anbieten. Beim Abschlussseminar in Berlin tauschen sich TeilnehmerInnen und Entscheidungsträger über die Ergebnisse des Jahrgangs aus.

Der Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2019

Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Ausschreibung

Bewerbungsdeckblatt

 

Podcast | Euroskeptizismus in Gewerkschaften – Gespräche in Deutschland und Frankreich

Arbeiter sind politisch links und grundsätzlich international – das war lange das Selbstverständnis der Arbeiterbewegung, nicht zuletzt aus ihrer eigenen antifaschistischen Vergangenheit heraus. Umso verwunderlicher also, dass die traditionellen Gewerkschaften heute Konkurrenz von Rechts bekommen? Wir haben uns in Deutschland und Frankreich auf die Suche nach Antworten begeben.

Audiobeitrag: Euroskeptizismus in Gewerkschaften von  Philipp Abel, Matthias Bunk, Franziska Pénicaut et Charlotte Rault

Zum vollständigen Beitrag hier

Ein besonderer Dank gilt dem Radio Z Nürnberg für die Bereitstellung seines Studios zur Aufnahme des Podcasts.

Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projektjahres 2018 entstanden. Um die Gründe für den wachsenden Vertrauensverlust vieler europäischer Bürger in die Politik besser zu verstehen, verwirklichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in deutsch-französischen Arbeitsgruppen eigene Projekte. So kamen sie mit ganz unterschiedlichen Personengruppen ins Gespräch über Demokratie und Europa.

 

Neueste Beiträge

Projekt

Kurzvorstellung

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und das Institut français des relations internationales (Ifri) haben im Jahr 2007 den »Deutsch-Französischen Zukunftsdialog« zur Förderung junger Nachwuchsführungskräfte ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des Projekts, das in Zusammenarbeit und mit Förderung der Robert Bosch Stiftung durchgeführt wird, steht der Aufbau eines deutsch-französischen Netzwerks aus Berufseinsteigern und Doktoranden, die einen besonderen Bezug zum Nachbarland haben.

Alumni-Verein

Der Verein Anciens du Dialogue d’avenir franco-allemand – Alumni des Deutsch-Französischen Zukunftdialogs (ADAFA) ist der Zusammenschluss der Ehemaligen und Freunde des Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs. Er bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, nach dem gemeinsamen Programmjahr in Kontakt zu bleiben, Diskussionen zu deutsch-französischen Themen fortzusetzen und sich für die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich zu engagieren. Ziel der ADAFA ist es, ein flexibles, dynamisches und nachhaltiges deutsch-französisches Netzwerk zu schaffen. Der Zukunftsdialog bringt Nachwuchsführungskräfte unterschiedlichster Berufe zusammen, was die ADAFA nutzt und kennzeichnet: Aktuelle Fragestellungen werden aus verschiedenen Blickwinkeln verfolgt und die deutsch-französischen Beziehungen mit eigenen Projekten gefördert. Grundlage ist dabei die deutsch-französische Freundschaft, die alle Mitglieder der ADAFA aus persönlicher Erfahrung schätzen und für wegweisend halten.

Publikationen