Abschlussseminar 2019 in Berlin

Vom 26. bis 28. September fand das dritte und letzte Seminar des diesjährigen Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs statt. Nach zwei Seminaren in Arc-et-Senans (Frankreich) und in Cluj-Napoca (Rumänien), trafen sich die Teilnehmer*innen in Berlin und in Bad Belzig für weitere Gespräche und Begegnungen zum Thema „Europäische Identität(-en)“. Im Mittelpunkt des Abschlussseminars standen insbesondere die Gruppenprojekte der Teilnehmer*innen.

Teilnehmer*innen und Ehemalige des Zukunftsdialogs auf dem Dach des Futuriums

Zum Einstieg kamen die Teilnehmer*innen in Bad Belzig zusammen, um die im Rahmen der Gruppenprojekte geführten Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft zu besprechen und ihren Projekten den letzten Schliff zu geben.  

In Anwesenheit von geladenen Gästen und Referent*innen in der Landesvertretung Nordrhein Westfalens in Berlin stellten die Teilnehmer*innen ihre fünf Projekte vor. Im Anschluss diskutierten die stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, Pauline Véron, der  Europaabgeordnete Damian Boeselager, die Journalistin Prune Antoine, sowie der Leiter des Europareferats von NRW, Sebastian Gröning von Thüna, die verschiedenen Projekte und Ergebnisse rund um das Jahrgangsthema „Europäische Identität (-en)“. Diese werden in den kommenden Wochen abgeschlossen und an dieser Stelle veröffentlicht:

  • Eine Gruppe beschäftigt sich mit der Frage der Diversität der EU- Institutionen. In den Gesprächen ging es dabei immer wieder um die Rolle, die europäische Werte für die Identität spielen.
  • Auf der Suche nach einer europäischen feministischen Identität führte eine weitere Gruppe Gespräche mit Frauen aus Frankreich, Deutschland, Rumänien und Ungarn und hielt ihre Erkenntnisse in einem eigens gestalteten Magazin fest.
  • Der Frage der Identifizierung mit Europa oder europaweit durch ein bestimmtes Produkt – Milcherzeugnisse – ging eine dritte Gruppe in Deutschland, Frankreich und Rumänien nach. Inwiefern hängt wie und was wir essen eng mit Identität und lokaler Verwurzelung zusammen?
  • Die Themen Grünes Europa und Engagement für die Umwelt interessierten weitere Teilnehmer. Warum setzen sich junge Europäer*innen für Klimapolitik ein und wie sehen ihre Forderungen und Einstellungen aus? Heraus kam ein Kartenspiel, das die Ergebnisse spielerisch aufbereitet.
  • Warum lernen Bürger in Europa Fremdsprachen und inwiefern hat Sprache etwas mit Identität zu tun? fragte sich eine fünfte Gruppe. Sie stellte fest, dass das Erlernen anderer Sprachen nicht nur andere Länder eröffnet, sondern, dass sich darin auch die eigene Herkunft widerspiegelt.

In Bad Belzig besuchte der Deutsch-Französische Zukunftsdialog zudem das Info-Café „Der Winkel“, welches interkulturelle Bildungs- und Integrationsarbeit betreibt. Dort berichteten Ehrenamtliche und Geflüchtete von den Herausforderungen ihrer Arbeit  und ihren Alltagserfahrungen vor Ort. beric.

Einen Blick nach Rumänien, dem diesjährigen Partnerland des Zukunftsdialogs, erlaubte die rumänische Autorin Lavinia Braniște. Sie stellte ihren Roman „Null Komma Irgendwas“ vor.

Abgeschlossen wurde das Seminar im Futurium, dem neueröffnete Haus der Zukunft in Berlin. Wie sieht die Zukunft aus und wie können wir sie gestalten? Diese und weitere Fragen werden auch den Alumniverein ADAFA, der sich und seine Arbeit dort den Teilnehmer*innen vorstellte, weiterhin in einem deutsch-französischen und europäischen Kreis beschäftigen.

Weitere Eindrücke: